Für mehr Barrierefreiheit in Halle (Saale)

12.05.2026

Am Samstag, den 09. Mai 2026, lud der DRK Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. gemeinsam mit mehr als 20 Einrichtungen der Behindertenhilfe und Selbstvertretungen beeinträchtigter Menschen zum 18. Halleschen Tag der Begegnung auf den Marktplatz der Saalestadt ein.

Hallescher Tag der Begegnung

Anlässlich des europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen fand der 18. Hallesche Tag der Begegnung unter dem Motto "Menschenrechte sind nicht verhandelbar" statt.
Bereits am 25. April 2026 fand erstmalig der Magdeburger Tag der Begegnung statt. Die Ausweitung des Begegnungsfestes auf die Landeshauptstadt wurde aufgrund der großen Resonanz und Anfragen von Einrichtungen der Behindertenhilfe Ende letzten Jahres beschlossen und in diesem Jahr umgesetzt.


Der 18.Hallesche Tag der Begegnung verzeichnete mehr teilnehmende Institutionen als je zuvor. In seinem ersten Jahr als Hauptorganisator des Halleschen Tages der Begegnung konnte Dr. Martin Förster, Betriebsteilleiter des DRK-Freiwilligendienste in Sachsen-Anhalt, auf ein breites Spektrum an Teilnehmenden, Bühnenprogramm und politischen Vertretern auf und neben der Bühne schauen. „Ich freue mich, dass das inklusive Interesse der halleschen Bevölkerung so groß ist und diese nunmehr traditionelle Veranstaltung viele Bedarfe für Menschen mit Beeinträchtigung aufzeigt und so zu positiven Veränderungen führt“, sagt Dr. Martin Förster nach dem 18. Halleschen Tag der Begegnung.


Eröffnet wurde das Begegnungsfest von Grußworten der Sozialdezernentin Katharina Brederlow und Katja Fischer, geschäftsführende Vorständin des DRK Landesverbandes Sachsen-Anhalt e.V. und langjährige Initiatorin des Halleschen Tages der Begegnung. Das anschließende Bühnenprogramm war eine bunte Mischung aus kulturellen und sportlichen Darbietungen sowie Redebeiträgen, wie das der Europaabgeordnete Alexandra Mehnert, die zum Europatag auf inklusive Inhalte verwies oder die Vorstellung der Neuausrichtung des Netzwerks „Sport und Inklusion“.
Die Oper Halle band in ihr Programm gleich das anwesende Publikum musikalisch ein, so dass am Ende der gesamte Marktplatz Halle mit dem Jugendchor „Nobis Pacem“ sang.

Ein weiterer fest etablierter Programmpunkt war die Talkrunde, die in diesem Jahr das Thema „Barrierefreiheit in Kultur und Bau“ aufgriff. Neben politischen Vertretern und Vertretern des Behindertenbeirats kamen hier Betroffene zu Wort, die konkrete Bedarfe in der Saalestadt benannten und gleichzeitig Lösungsvorschläge mit dem Anwesenden diskutierten. In diesem Jahr wurde unter anderem bauliche Verbesserungen an der Poliklinik in Halle-Neustadt, im Außenbereich des Stadtmuseums und des Kunstmuseums Moritzburg thematisiert. Die Hausaufgaben über die Beseitigungen der Mängel wurden mitgenommen und im kommenden Jahr wird dann resümiert, was umgesetzt werden konnte.

Eine weitere Besonderheit des diesjährigen Tages der Begegnung war die Umsetzung eines Pilotprojektes des Örtlichen Teilhabemanagements der Stadt Halle (Saale) (kurz: ÖTHM]: Das ÖTHM setzt sich mittels „Auracast“ für mehr Inklusion für hörbeeinträchtigte Menschen ein. Die Technik konnte mit Fördermitteln des Landes Sachsen-Anhalt angeschafft werden.
Auracast ist ein neuer Bluetooth-Standard, der es einem Sender ermöglicht, Audiosignale an eine beliebige Anzahl kompatibler
Empfänger (Kopfhörer, Hörgeräte) gleichzeitig zu senden. Mit dem Pilotprojekt für diese neue Technik wurde die Tonspur von der Bühne direkt auf die Hörgeräte der Zuhörenden auf dem Marktplatz gesendet.


„Seit mittlerweile drei Jahren erweitern wir mit Fördermitteln des Landes Sachsen-Anhalt aus der Richtlinie zum Landesaktionsplan „einfach machen“ unsere barrierefreie Tontechnik für Veranstaltungen. Mit den neuen Geräten sind wir nun wahrscheinlich eine der ersten Kommunen in Deutschland, die den neuen Standard Auracast (Bluetooth LE) für Menschen, die auf Hörgeräte, Cochlea-Implante (CI) oder Schallschutzkopfhörer angewiesen sind, einsetzt, damit diese künftig barrierefrei an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen können“, erklärt Heiko Schütz, Leiter des ÖTHM.


Der Hallesche Tag der Begegnung fand im Rahmen der Europawochen 2026 zum Thema Europa bewegt uns: aktuelle EU-relevante Themen statt und wurde durch die Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt unterstützt. Die Schirmherrschaft übernahm Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt.

Bildquelle: Enrico Seppelt/Du bist Halle und DRK Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.

Teilnehmende des Halleschen Tages dr Begegnung auf der Bühne
Hallescher Tag der Begegnung
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Hallescher Tag der Begegnung
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